Wenns weiss wird, wandern Weissstörche weg. Wer weiss wohin?
Bei der Winterzählung 2026 waren die im Alpenrheintal verbliebenen Weissstörche erneut in der Bodensee-Region anzutreffen.
Ursprünglich verbrachten unsere Weissstörche den Winter in wärmeren Gefilden. Seit die Winter milder werden, bleibt ein Teil der im Alpenrheintal brütenden Störche das ganze Jahr über hier. Wenn es dann doch einmal kalt wird und Frost und Schnee die Nahrungssuche erschweren, zieht es sie an den Bodensee. So geschehen auch bei der bisher zum zehnten Mal durchgeführten Winterzählung am 3. Januar 2026:
In der Nacht vor der Zählung fiel nach längerer Trockenheit erstmals wieder Niederschlag in Form von Schnee. Bei bewölktem Wetter und Temperaturen um den Gefrierpunkt präsentierte sich das Alpenrheintal in winterlichem Weiss. Insgesamt wurden 143 Störche gezählt. Mit Ausnahme von acht Individuen hielten sich alle beobachteten Weissstörche am Rhein kurz vor dessen Einmündung in den Bodensee auf.
Wo die im Herbst wegziehenden Alpenrheintal-Weissstörche den Winter verbringen, lässt sich anhand besenderter Störche besser nachvollziehen.

Diese beiden Störche mit den Ringnummern AW428DER und AV182DER verharrten am winterlichen ersten Januarwochenende in der Nähe ihres Horstes. © Andy Wyss